Wasserprivatisierung gescheitert

Zum Wochenende kam eine sehr erfreuliche Nachricht: Die EU-Kommission will vor dem Protest von weit über 1 Million BürgerInnen gegen eine Konzessionsrichtlinie kapitulieren, mit deren Umsetzung die sehr konkrete Gefahr einer Privatisierung von mindestens 40% der deutschen kommunalen Wasserversorgung bestanden hätte. BürgerInnenprotest kann also erfolgreich sein.

Uli Sckerl MdL  Bündnis 90 / Die Grünen  – Stuttgart 26. 6. 2013

Streuobstwiese

Am Montag, den 10. Juni 2013 findet um 20 Uhr im Gasthaus „Krone“ die Vereinsgründung des Streuobstwiesen eV statt. Interessierte sind herzlich willkommen!

GIW-ler pflegen Verkehrsinsel

Das Wetter hatte es nicht gut gemeint, als am 27. April einige Mitglieder und Unterstützer
der GIW unter der fachkundigen Leitung der Landschaftsgärtnerin Ana Egert sich daran
machten, die Verkehrsinsel an der Einmündung der von Ziegelhausen kommenden Straße
zu einer Wiesenblumeninsel umzugestalten. Entsprechend warm und wasserdicht
angezogen trafen wir uns, um ab 10 Uhr unser Vorhaben anzupacken. Zunächst galt es,
die alten Rosenstöcke mit ihren scharfen Dornen auszugraben. Mit Hacken und Spaten
wühlten wir im aufgeweichten Boden, um die tiefen Wurzeln zu entfernen. Danach gingen
wir ans Unkraut. Damit füllten wir nicht weniger als ein knappes Dutzend grosse
Müllsäcke. Vielen Dank für die Abholung durch Bauhof-Mitarbeiter! Eine kurze Pause mit
Cappuccino aus der nahegelegenen Pizzeria, dann ging es weiter mit dem Ausbringen der
Wiesenblumen- und Kräutermischung. Nach drei anstrengenden Stunden konnten wir die
Verkehrsinsel zwar klitschnass, aber zufrieden verlassen. Jetzt hoffen wir alle auf gute
Bedingungen für ein sicheres Anwachsen und freuen uns auf die Blütenpracht in wenigen
Wochen. Wir werden berichten! Die Nachbarinsel Richtung Schriesheim wurde mit Rosen
belassen und fachgerecht gepflegt. Schon bald wird es dort blühen.
Allen Helfern ein herzliches „Danke schön!“

Einladung zur Jahreshauptversammlung

EINLADUNG ZUR JAHRESVERSAMMLUNG DER

GRÜNEN INITIATIVE WILHELMSFELD

Liebe Mitglieder und Unterstützer,
der Vorstand der GIW lädt zur satzungsgemäßen Jahresversammlung 2013 ein.
Termin: 24. April 2013, 20 Uhr
Ort: Restaurant „Talblick“, Bergstraße 38, 69259 Wilhelmsfeld

Tagesordnung
TOP 1 Begrüßung und Jahresbericht des Vorstands
TOP 2 Bericht der Gemeinderat-Fraktion
TOP 3 Vorlage des Kassenberichts und Kassenprüfung
TOP 4 Entlastung des Kassierers
TOP 5 Entlastung des Vorstands
TOP 6 Bestimmung eines Wahlleiters
TOP 7 Wahl des Vorstands und Kassierers
TOP 8 Wahl der Kassenprüfer
TOP 9 Anträge und Verschiedenes
TOP 10 Ausblick auf 2013/2014

Der Vorstand

Leserbrief der GR-Fraktion der Grünen Iniative Wilhelmsfeld zum Artikel „Liegt im Luftkurort was in der Luft“ vom 26./27.01.13 in der RNZ

„Mit Erstaunen haben wir feststellen müssen, dass der Bürgermeister des Luftkurortes Wilhelmsfeld, Herr Zellner, die sonst für ihn typische  sachliche Ebene der Auseinandersetzung verlassen hat und unsere Sorge um die Zukunft des Ortes mit „Alles Quatsch“ abgewertet hat. Im Folgenden wird im Artikel ausgeführt, dass das Prädikat Luftkurort nicht vom Verkehr abhängt, sondern von der Luftqualität. Das ist richtig. Die Grünen Initiative hat nicht behauptet, das Prädikat Luftkurort sei in Gefahr. Unsere vorläufige Auswertung der Verkehrszählung liegt dem Bürgermeister und den Gemeinderäten im Originalwortlaut vor.

Wir denken an die Auswirkungen des Branichtunnels in Schriesheim und den Ausbau der Landesstraße zwischen Wilhelmsfeld und Altneudorf. Eine Verkehrserhöhung ist zu erwarten. Schon heute vor dem Ausbau wird der Verkehr von vielen Wilhelmsfeldern als belastend empfunden. Wir fordern seit Jahren, wie andere Gruppierungen z.B. Elternbeiräte der Grundschule, dass die Ortsdurchfahrt, die aus den Hochzeiten der autogerechten Verkehrsplanungen stammt, verändert wird. Alle Verkehrsteilnehmer sollen sich gefahrlos bewegen können. Es gibt bisher keine neueren Zahlen für die Verkehrsbelastung in der Ortsdurchfahrt, deshalb haben wir gezählt. Im Ergebnis hat sich mit über 5000 gezählten Fahrzeugen zwischen 6 Uhr und 21 Uhr der Eindruck vieler Wilhelmsfelder bestätigt. Insbesondere der Anteil des LKW-Verkehrs und der Motorräder am Wochenende hat uns überrascht, er ist doch recht hoch.

Die Sorge um die Zukunft des Luftkurortes Wilhelmsfeld verbindet uns mit dem Bürgermeister und dem gesamten Gemeinderat. „Alles Quatsch?“.

Die Fraktion der Grünen Initiative Wilhelmsfeld im Gemeinderat: Laura Egert, Malou Rexforth-Höhn, Gottfried Türk.“

 

GR-Protokolle

Die Gemeinderat-Protokolle sind unkommentiert übernommene und genehmigte Protokolle von der Homepage der Gemeinde Wilhelmsfeld. http://www.wilhelmsfeld.de

GIW-Neujahrstreffen

Würdigung der Verkehrszähler

MdL Wolfgang Raufelder zu Gast bei der Veröffentlichung der Verkehrszahlen

Die Einladung des GIW-Vorstands zum Neujahrstreffen am 13. Januar 2013 fand große Resonanz. Neben vielen Mitgliedern konnte der 1. Vorsitzende Jürgen Traub auch einige Gäste aus nah und fern zum Neujahrsbrunch begrüßen. Das Motto „Verkehr“ war offensichtlich gut gewählt, denn auch der Landtagsabgeordnete und Verkehrsexperte Wolfgang Raufelder (Bündnis90/Die Grünen) aus Mannheim und die Presse folgten dieser Einladung. Nach kurzem Rückblick auf die Ereignisse und Aktivitäten des abgelaufenen Jahres und den guten Wünschen für das Neue Jahr an alle Anwesenden, verlor er keine Zeit, um auf anstehende wichtige Entscheidungen in und um Wilhelmsfeld einzustimmen. Er übergab damit das Wort an Gemeinderätin Malou Rexforth-Höhn, die in diesem Rahmen von der GIW erstmals selbst erhobene Verkehrszahlen für Wilhelmsfeld präsentieren konnte. Die Vorstellung der Zahlen erstaunte selbst langjährige Wilhelmsfelder. Als Verkehrsexperte nahm Wolfgang Raufelder die Ergebnisse der Verkehrszählungen sofort auf und unterstrich die Bedeutung der erhobenen Zahlen. Er sah sie als gute Grundlage für das noch ausstehende Verkehrskonzept Wilhelmsfelds an. Nach zahlreichen Wortmeldungen und lebhaftem Austausch konnten Malou Rexforth-Höhn und Jürgen Traub nochmals auf die vorbildliche Arbeit der ehrenamtlichen Helfer bei beiden Zählungen verweisen und hoben ebenfalls die Leistung des Fraktionsvorsitzenden Gottfried Türk hervor, der die gewissenhaft gewonnen Zahlen analysiert hatte. Eine Zusammenfassung dieser Zahlen mit kurzer Analyse können Sie dem nachstehenden Artikel „Verkehrszählung der GIW“ in dieser Ausgabe entnehmen.

Die lebhaften Gespräche konnten dann an den reich gedeckten Tischen fortgeführt werden. Der Dank gilt Wilhelmsfeld Young, in dessen Räumen der Empfang stattfinden konnte, und den vielen Helfern und Spendern, die zu dieser erfolgreichen Veranstaltung beigetragen haben. Es war schon später Nachmittag, als der Vorsitzende dieses erste Neujahrstreffen der Grünen Initiative Wilhelmsfeld beendete und den Wunsch der Anwesenden mitnahm, eine Veranstaltung dieser Art auch in Zukunft zu einem festen Bestandteil der GIW-Aktivitäten werden zu lassen.

Jürgen Traub

Sicherer Schulweg – Offene Diskussion mit MdL Wolfgang Raufelder

Offene Diskussion zum Thema „Sicherer Schulweg – L536 innerorts“

Verkehrsberuhigung ist gewünscht.
Verkehrsberuhigung ist möglich.
Der Schulweg kann sicherer werden.
Gemeinde und Gemeinderat sind nun gefordert.

Dies ist die Botschaft des verkehrspolitischen Sprechers der Bündnisgrünen im Stuttgarter
Landtag und Mannheimer Abgeordneten Wolfgang Raufelder. Auf Einladung der GIW war
er am 04.07.2012 zu Gast in Wilhelmsfeld und stellte sich den Klagen und Fragen von
etwa 30 interessierten Bürgern, darunter auch einige Anwohner der betroffenen Johann-
Wilhelm-Straße.
Wie sehr das Thema „Verkehrsberuhigung“ unter den Nägeln brennt kam schnell zum
Vorschein. Schon während der Einführung ins Thema durch Herrn Raufelder meldeten
sich viele Zuhörer engagiert zu Wort und überraschten mit klaren Fragen und klugen
Ideen, aber auch bitteren Erfahrungsberichten über den Alltag entlang der Straße.
Unverständnis und Ärger drückte sich in klaren Worten aus, als die Rolle der Gemeinde
angesprochen wurde. Es wurde in den letzten Jahren eindeutig zu wenig unternommen
und die klagenden Bürger fühlen sich bis heute nicht ernst genommen. Aber auch den
nicht anwesenden Gemeinderatsparteien CDU, FW und BGW wurde Untätigkeit und
Desinteresse vorgeworfen. Leider erschienen, bis auf die Gemeinderäte der GIW, keine
weiteren Bürgervertreter, waren sie doch persönlich zu dieser öffentlichen Veranstaltung
eingeladen, wie der Versammlungsvorsitzende Jürgen Traub von der GIW ausdrücklich
betonte.
Inhaltlich gab es doch einige Überraschungen: Die Gemeinde kann sehr wohl in
begrenzten Abschnitten Einfluss auf die Ausgestaltung einer Landstraße innerörtlich
nehmen. Man spricht von etwa 200 bis 300 Metern, wo eindeutige Gefahrenmomente oder
besondere Bedürfnisse erklärt werden. Auch Fußgängerüberquerungen („Zebrastreifen“)
sind ohne großen Aufwand möglich, sofern die Gemeinde beim zuständigen
Regierungspräsidium den Antrag stellt und begründet. Einzige Voraussetzung: Der
Zebrastreifen wird nachts durch Beleuchtung erhellt. Dies wäre zum Beispiel eine schnelle
und kostengünstige Lösung, um wenigstens eine sicherere Überquerungsmöglichkeit auf
über einen Kilometer Ortsdurchfahrt zu bekommen. „Direkt am Rathaus!“ wurde die
Forderung laut. GIW-Vorsitzender Traub liess nicht unerwähnt, dass genau dies im März
2011 anlässlich einer Ortsbegehung gefordert wurde. „Die Gemeinde blieb untätig, und
deshalb gibt es bis heute keinen Zebrastreifen.“ Text wurde auf Anweisung von Gemeinde
gekürzt.
Massnahmen zur Verkehrsberuhigung gibt es viele, doch nicht alle können für Straßen
des Landes gelten. Schweller und Pflanzkästen sind nicht möglich, sehr wohl aber
Geschwindigkeitsbegrenzungen, auch abschnittsweise, und die „Aussperrung“ einzelner
Verkehrsarten, z.B. LKW ab einer bestimmten Masse, meist 7,5 Tonnen, Motorräder an
bestimmten Tagen, etc. Ausnahmen für örtlichen Lieferverkehr sind selbstverständlich.
Die Massnahmen müssen koordiniert und begründet sein. Genau hier setzte MdL
Raufelder einen Punkt: Die Gemeinde muss einen belastbaren und stichhaltigen
Verkehrsentwicklungsplan beim Land einreichen, dann sind Mitsprache und
Bürgerbeteiligung keine leeren Floskeln, sondern gelebter Konsens! Denn eines wurde auf
dieser Veranstaltung allen Teilnehmern klar: Bürger und Gemeinde müssen sich
gemeinsam aktiv einbringen, um Verbesserungen zu erzielen und um Sicherheit und
Lebensqualität zu schaffen. Somit geht von allen Teilnehmern der Appell an den
Gemeinderat und die Gemeinde, möglichst bald die Voraussetzungen zu schaffen, einen
sicheren Verkehr durch und um Wilhelmsfeld zu bekommen. Dies gilt umso mehr in
Anbetracht der infrastrukturellen Veränderungen rund um unsere Gemeinde.
Das zukünftige Klimaschutzgesetz und die EU-Regelung „Lärmaktionsplan“ flankieren die
geforderten Massnahmen.
Herr Raufelder sagte ausdrücklich seine persönliche Unterstützung für die
Verkehrsberuhigung in Wilhelmsfeld zu. Er sei offen für die Vorschläge der Gemeinde und
werde seine Möglichkeiten ausschöpfen.
Folgende Aufgaben liegen damit vor uns:
Verkehrsaufkommen feststellen: Ziel- und Quellverkehr?
Sofortige Schaffung eines Zebrastreifens!
Erarbeitung eines Verkehrsentwicklungslans für Wilhelmsfeld!
Nach zwei Stunden Diskussion in offener Atmosphäre dankte Jürgen Traub allen
Teilnehmern für die couragierte und faire Diskussion und Herrn Raufelder für das Kommen
und die Bereitschaft, auch weiterhin die Wilhelmsfelder zu unterstützen.

Jürgen Traub