Rainer Stüwe, Fraktionsvorsitzender der GIW, Listenplatz 1

In Wilhelmsfeld lebe ich mit meiner Familie seit 2008 und fühle mich seither hier fest verwurzelt. Durch Mitwirkung erst im Elternbeirat des Kindergartens und dann der Grundschule bekam ich erste Kontakte zu den Wilhelmsfeldern über die Nachbarschaft hinaus. Weiter ging es über elternschaftliches Engagement als Vater von Söhnen, die in der TSG und dem SC aktiv waren.

Im Jahr 2013 kam ich durch den stark umstrittenen Bebauungsplan Rainweg zur GIW, kandidierte 2014 erstmals auf deren Liste auf Platz 5 und rückte 2015 für das Gründungsmitglied der GIW und langjährigen Gemeinderat Gottfried Türk in den Wilhelmsfelder Gemeinderat nach.

Als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Altmeistergemälde sowie Hausrat arbeite ich mit täglich neuen verantwortungsvollen Aufgaben, in die ich mich bei jedem neuen Fall neu einarbeiten muss. Routine gibt es nicht und das schätze ich auch an der Arbeit im Gemeinderat. Vor jeder neuen Sitzung gibt es neue Aspekte des Gemeindelebens zu beurteilen und zu planen. Sei es Verwaltungsrecht, Straßenbau oder Bebauungspläne, Belange des Umweltschutzes und Energieeinsparung, Wünsche der Feuerwehr oder der Vereine, Arbeitsverträge oder – ganz wichtig: Der Gemeindehaushalt. Die Mitarbeit im Gemeinderat wird nie langweilig und bedeutet immer auch eine große Portion Kommunikation mit den Mitgliedern der eigenen und der anderen Fraktionen. Gemeinderatsarbeit ist vielseitig und interessant, sie gibt die Möglichkeit zu gestalten und Anregungen aus der Bürgerschaft in zukunftsweisende Projekte einfließen zu lassen.

Wichtig wird in den kommenden 5 Jahren das Management des Bevölkerungszuzuges. Der Rhein-Neckar-Kreis und speziell das Heidelberger Umfeld erwartet ein deutliches Bevölkerungswachstum. Nach meiner Meinung sollte dieses in Bezug auf Wilhelmsfeld jedoch in engen Grenzen gehalten werden, da ein deutlicher Anstieg der Einwohnerzahl immer auch mit einem deutlichen Anwachsen der öffentlichen Ausgaben verbunden ist. Die Finanzen der Gemeinde sind aus vielfältigen Gründen mit Einwohnerzuzug nicht zu sanieren. Ich plädiere daher, den Einwohnerzuwachs zu lenken, indem nur an schon erschlossenen Straßen zusätzliche Grundstücke bebaut werden. Die Einrichtung von kompletten Neubaugebieten halte ich für falsch, nicht nur, weil die Gemeindefinanzen dadurch kurz,- mittel- und langfristig weiter belastet werden, sondern auch aus Sorge um den damit verbundenen Verlust des heute noch vorhandenen Charakters von Wilhelmsfeld als Odenwälder Streusiedlung. Sollten die Wiesen hinter dem Rainweg oder die Schlittenfahrwiese (Oberer Langerain) irgendwann zugebaut sein, wäre der Charakter des Ortes verloren.

Nach meiner Meinung sinnvoller ist eine punktuelle Ansiedlung von hochwertigem und langfristig für die Gemeinde steuerlich attraktivem Gewerbe in Form eines Seminarzentrums, eines hochklassigen Hotels, eines Gästehauses unter der Regie eines großen Unternehmens aus der Region oder Ähnlichem. Wichtig ist mir hier die Anpassung eines solchen für die Gemeinde wichtigen großen Gewerbesteuerzahlers an das örtliche Umfeld. Wir können hier kein zehnstöckiges Hotel gebrauchen – aber kein Investor käme heute auf die Idee, in einem landschaftlichen Umfeld wie Wilhelmsfeld so etwas zu bauen. Daher sähe ich eine Weiterentwicklung des Ortsbildes in Wilhelmsfeld in dieser Form als sinnvoll an.

Das nächste in den kommenden 5 Jahren zu lösende Problem von Wilhelmsfeld ist der lokale Nachverkehr. Die demographische Entwicklung lässt erkennen, dass die Einwohnerstruktur einen zunehmend großen Anteil älterer Mitbürger enthalten wird. Diese können oder möchten zum Teil nicht mehr mit eigenem Auto im Ort unterwegs sein und verlieren einen wichtigen Teil der Lebensqualität in Wilhelmsfeld. Um dem entgegenzuwirken wird die GIW im Rahmen des auf ihren Antrag zu entwickelnden Verkehrskonzept darauf dringen, Lösungen zu entwickeln. Dies könnte ein Ortsbus im Rahmen eines Freiwilligenvereins sein, der über eine feste Taktung das Unterdorf mit dem Oberdorf verbindet, eine Lösung im Rahmen eines Ruftaxis oder auch andere Lösungen. Sicher ist für mich, dass in der nächsten Legislaturperiode des Gemeinderates hier etwas passieren muss.

Meine Grundeinstellung möchte ich als ökologisch und sozial bezeichnen. Wichtig ist mir die Verbindung von nachhaltigem ökologischen Verhalten im privaten Leben wie auch im öffentlichen Wirtschaften mit einer Fokussierung auf der gerechten Verteilung der Belastungen der unterschiedlich leistungsfähigen Teile der Gesellschaft. Mir ist es daher wichtig, die Kindergartengebühren wieder nach sozialen Kriterien zu staffeln und auch die anstehende Grundsteuerreform für die Bürger erträglich zu gestalten.

Von großer Wichtigkeit ist mir auch die Erhaltung der örtlichen Infrastruktur der heute noch vorhandenen Geschäfte, medizinischen Einrichtungen und Handwerksbetriebe. Sie sind entscheidende Faktoren des täglichen Lebens in Wilhelmsfeld und machen unseren Ort attraktiv. Sollte eine dieser heute vorhandenen Einrichtungen aus Altersgründen oder welchen Ursachen auch immer schließen müssen, werde ich mich im Gemeinderat über persönliche Kontakte engagiert dafür einsetzen, um eine gleichwertige Versorgung der Wilhelmsfelder Bürger zu erhalten.

Ingrid Junghans, Listenplatz 2

Ich bin Wilhelmsfeld seit langer Zeit verbunden, da mein Vater aus Wilhelmsfeld stammt und meine Eltern hier gelebt haben. Während meines Studiums der Sozialwissenschaften in Heidelberg war ich hier zu Hause. Dann hat mich meine langjährige Tätigkeit für den WWF (World Wild Life Fund) und vor allem für Brot für die Welt im Rahmen von Öffentlichkeits- und Projektarbeit auch ins Ausland, nach Afrika und Indien, geführt. Seit Beendigung meines Berufslebens wohne ich wieder fest hier in Wilhelmsfeld. Ich bin 68 Jahre alt und derzeit einerseits tätig in Senioren- und Kinderbetreuung, andererseits aber vor allem auch freiberuflich im Bereich Öffentlichkeitsarbeit vom Home-Office aus. Darüber hinaus arbeite ich ehrenamtlich in nationalen und internationalen Friedensinitiativen sowie in zwei Frauenprojekten in Indien mit. Ich bin sehr gerne in Wilhelmsfeld und möchte mich hier noch mehr einbringen. Deshalb kandidiere ich für den Gemeinderat.

Bei WWF und Brot für die Welt habe ich unter anderem viel zu Themen wie Klima, Nachhaltigkeit und Umweltschutz auf nationaler und internationaler Ebene gearbeitet. Meine Erfahrungen möchte ich jetzt für die Gemeinde einsetzen.

Nachhaltigkeit ist eine kommunale Querschnittsaufgabe. Ökologie, Soziales und Wirtschaft in Wilhelmsfeld zu einer zukunftsfähigen Vision zusammenzufügen und zu realisieren, sehe ich als eine wichtige Aufgabe der Zukunft an. Das betrifft Bereiche wie die Dorfentwicklung, die nicht zu Ungunsten der Natur und des ländlichen Charakters von Wilhelmsfeld stattfinden sollte, sowie auch alle anderen Aufgaben der Verwaltung. Um dies finanziell zu unterstützen, sollten alle verfügbaren EU-, Bundes-, Landes- und sonstige Mittel in Anspruch genommen werden.

Insbesondere sind mir aber einfach die Menschen hier wichtig. Wilhelmsfeld soll ein lebenswerter Ort sein, bleiben und noch mehr werden für Menschen jeden Alters, gerade auch für Senioren. Es braucht nicht nur spezifische Angebote für jede Altersgruppe, sondern auch ein Mit- und Füreinander aller dieser Altersgruppen, Orte für Begegnungen für mehr Verständnis und Toleranz.

Dazu ist vor allem eine bessere Infrastruktur und Mobilität innerhalb des Ortes unerlässlich, damit diese Angebote zunehmend wahrgenommen werden und Menschen jeder Altersgruppe sich hier wohlfühlen können. In welcher Form die innerdörflichen Verbindungen hergestellt werden können, damit dies auch finanziell tragbar ist, bedarf noch weiterer Überprüfung, eines Verkehrskonzeptes und möglicherweise Initiativen aus der Bevölkerung – ohne allerdings das Projekt lange hinauszuschieben.

Ebenfalls fehlt eine bessere digitale Verbindung. Dies ist insbesondere auch dann wichtig, wenn Kleingewerbe und Selbständige hier einen Ort zum Arbeiten finden wollen. Ich spreche hier aus eigenen, recht unerfreulichen Erfahrungen mit Internet im Unterdorf bzw. Am Riesenberg. Sicher ist eine gute Internetverbindung auch ein Plus-Punkt bei der Entscheidung junger Familien, sich hier anzusiedeln.

In den nächsten Jahren müssen viele Weichen gestellt werden. Wir stehen vor Herausforderungen, in die auch die Bürger mit einbezogen werden müssen. Die Zukunftskonferenz, die vor Jahren stattfand, hat interessante Ergebnisse gebracht und traf auf gute Zustimmung. Ich befürworte diese und/oder andere Formen der Partizipation. Gemeinsam und mit dem Engagement aller kann viel erreicht werden.

Dominik Wallner, Listenplatz 3

Geboren und aufgewachsen bin ich in Passau und 2002 zum Studieren nach Heidelberg gekommen. 2012 bin ich gemeinsam mit meiner Frau nach Wilhelmsfeld gezogen, wo wir seitdem glücklich leben. Bedingt durch Studium und Beruf haben wir zwei Jahre im Ausland verbracht (eines in Japan und eines in den USA), doch haben wir immer wieder nach Wilhelmsfeld zurückgefunden. Hier fühlen wir uns heimisch, und wir möchten langfristig hier Wurzeln schlagen.

Studiert habe ich neben moderner und klassischer Sinologie und Assyriologie hauptsächlich Japanologie und klassische Indologie, und in diesen beiden letzten Fächern habe ich dann auch 2014 meinen Magisterabschluss gemacht. Anschließend habe ich eine Dissertation geschrieben, die sich mit der mündlichen Erzähltradition der Ainu, einem indigenen Volk in Nordjapan, beschäftigt. Es folgte ein Jahr als Postdoctoral Associate an der renommierten Yale Universität in den USA. Auf diese spannende Reise begleitete mich auch meine Frau, und in New Haven (USA) wurde dann auch unser Sohn geboren. Seit Mitte 2018 sind wir wieder zurück in Wilhelmsfeld, wo wir unseren Sohn aufwachsen lassen wollen. Beruflich arbeite ich weiter im universitären Umfeld. So unterrichte ich derzeit japanische Grammatik in Heidelberg und schreibe an einem Lehrbuch für die Ainu-Sprache.

Was Wilhelmsfeld für mich so besonders macht, ist seine hervorragende Verknüpfung von Natur in Form von Wald und Streuobstwiesen und eine Infrastruktur, die den Vergleich mit anderen Gemeinden ähnlicher Größe nicht scheuen muss. Trotz der ungemein praktischen Nähe zu Heidelberg und den damit verbundenen Annehmlichkeiten hat sich Wilhelmsfeld den Charakter als friedliche, naturumgebene Oase bewahrt. Wenn ich nach einem stressigen Arbeitstag durch den Wald nach Wilhelmsfeld komme, ist es immer, als falle eine große Last ab: Hier wirken die Sorgen des Arbeitslebens manchmal weit entfernt, und ich kann mich ganz auf meine Rolle als Familienpapa konzentrieren. Wilhelmsfeld hat mich dabei aber nicht nur in Form seiner schönen Natur, sondern auch durch seine Bewohner stets freundlich willkommen geheißen, und so wünsche ich mir, im Gemeinderat auch etwas zurückgeben zu können.

Ich glaube fest daran, dass der Versuch, den Ortscharakter mit seiner Natur zu bewahren, nicht in reinem Konservatismus gipfeln muss. Damit Wilhelmsfeld eine vitale Gemeinde bleiben kann und den Herausforderungen unserer Zeit und der Zukunft gewachsen ist, muss es sich weiterentwickeln. Dabei stellt sich natürlich die Frage, wie diese Weiterentwicklung vonstatten gehen soll. Vier Punkte sind mir dabei besonders wichtig.

Wilhelmsfeld hat zwei wichtige Ressourcen, die es nicht nur zu erhalten, sondern auch zu fördern gilt: Seine Einstufung als Luftkurort, die vielfältige Möglichkeiten für Erholungsurlaube in unserer natürlichen Umgebung bietet, und die Tatsache, dass mit José Rizal der philippinische Nationalheld um 1886 in Wilhelmsfeld gewohnt hat. Beide Punkte sind hervorragende Aufhänger, mit denen sich der Tourismus fördern ließe. Wenn es gelingt, die Besucher Wilhelmsfelds davon zu überzeugen, nicht nur ein paar nette Stunden, sondern vielleicht sogar mehrere Tage in unserer schönen Gemeinde zu verbringen, kann dies den Ort auch gewerblich und finanziell stärken. Ausgebuchte Hotels und Ferienwohnungen und volle Gaststätten und Cafés des Ortes wären die Folge. Dass beispielsweise José Rizals Aufenthalt in unserer Gemeinde Besucher von den Philippinen zu uns bringt, kann jeder Wilhelmsfelder selbst in den warmen Monaten sehen. Doch meistens machen diese Besucher nur eine kleine Sightseeing-Runde zu Rizals ehemaligem Wohnhaus und dem José Rizal-Park und kehren dann wieder ins touristisch vermeintlich attraktivere Heidelberg zurück. Warum ermuntern wir sie nicht dazu, bei uns zu bleiben und einen Tagesausflug hinab nach Heidelberg zu machen? Oft fehlen entsprechende Informationen und Anreize, und ich möchte dazu beitragen, langfristig Wilhelmsfeld zu einem ansprechenderen Tourismusziel zu machen. Eine Förderung der kulturellen Einrichtungen und Kulturprogramme (Bücherei, musikalische Aufführungen) kann ebenfalls nicht nur Wilhelmsfelder erfreuen und weiterbilden, sondern auch Besucher von außerhalb in unseren Ort einladen.

Viel wird derzeit über eine Vergrößerung der Gemeinde diskutiert, um durch neue Anwohner mehr Einnahmen zu generieren. Eine radikale Vergrößerung Wilhelmsfelds um jeden Preis lehne ich allerdings ab, da ein rapider Zuwachs auch eine große Beanspruchung der hiesigen Infrastruktur (Straßen, Verkehrsteilnehmer, weiterer Internetausbau etc.) zur Folge hätte. Wilhelmsfeld muss sicherlich wachsen, doch sollte dies in einem kontrollierten Rahmen geschehen, damit die Gemeinde auch sicherstellen kann, infrastrukturelle Herausforderungen längerfristig bewältigen zu können. Ein zu schneller Ausbau mit der unbedachten Schaffung neuer Bauflächen hätte zur Folge, dass der Charakter Wilhelmsfelds sich radikal ändern würde – der Verlust der Streuobstwiesen und ein sehr viel stärkeres Verkehrsaufkommen (wer an der Johann-Wilhelm-Straße wohnt, weiß, wovon ich spreche) wären nur zwei Beispiele. Eine Vergrößerung der Gemeinde muss daher einhergehen mit der gleichzeitigen Weiterentwicklung des bestehenden Ortes: (1) eine bessere Ausnutzung der natürlichen Erholungsressourcen für den Tourismus, (2) eine dauerhafte und funktionierende Lösung, die Mobilität innerorts auch für jene Mitglieder unserer Gemeinschaft sicherzustellen, die nicht oder nicht mehr über ein eigenes Auto verfügen, (3) die Verbesserung der Straßen, und (4) der Ausbau der kommerziellen Strukturen des Ortes.

Gerade in unserer heutigen Zeit, in der sich die gesamte Menschheit mit den drohenden Folgen des Klimawandels konfrontiert sieht, ist die Erhaltung von Natur und Klima ein Handlungsimperativ, dem sich niemand wirklich entziehen können wird. Die Ortsentwicklung möchte und muss ich daher auch stets unter diesem Gesichtspunkt betrachten. Wilhelmsfeld mit seinen ganz eigenen Charakteristiken macht es einem da besonders leicht, das bestehende Gleichgewicht zwischen Natur und menschlicher Infrastruktur nicht noch weiter zu stören. Wenn ich in den Gemeinderat gewählt werden sollte, sehe ich es als persönliche Aufgabe an, unser Wilhelmsfeld mit durchdachten Strategien und Respekt vor Natur und Umwelt in die Zukunft zu begleiten.

Barbara Türk, Listenplatz 4

Geb.Jahr 1958. Verheiratet, Lehrerin. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass das Bebauungsrecht für Wilhelmsfeld aktualisiert wird, weil die Pläne teilweise sehr alt und sehr einschränkend sind und andere durch die vielen Ausnahmen praktisch außer Kraft gesetzt wurden.

Mir liegt dieser ganz besondere Ort sehr am Herzen, in dem vieles lebt und gelebt wird, weil viele ehrenamtlich Aktive es am Leben halten. Dies zu unterstützen, ist mir ein besonderes Anliegen

Adrian Gärtner, Listenplatz 5

Geb.Jahr 1993. Student der Ostasienwissenschaften, Schwerpunkt Japanologie. Ein wichtiger Faktor für Wilhelmsfeld (und der Grund, warum ich hierhergezogen bin) ist seine Nähe zur Natur. Daher ist es für mich wichtig, dass der Ort in seinem Zusammenspiel zwischen Wohn- und Verkehrsraum einerseits und umliegender Natur andererseits seinen Charakter bewahrt und notwendige Weiterentwicklungen den Schutz unserer unmittelbaren Umwelt berücksichtigen.

René Roser, Listenplatz 6

Geb.Jahr 1966. Patentanwalt, Diplomchemiker, Doktor der Humanbiologie. Die Veränderung der Umwelt wird wesentlich von chemischen Vorgängen beeinflusst. Deren Auswirkungen auf den medizinischen Status des Menschen, das heißt der Einfluss der Umwelt auf die Gesundheit des Menschen steht im Vordergrund des Interesses. Die Umwelt im unmittelbaren Lebensumfeld des Menschen, hier also in Wilhelmsfeld, soll möglichst positiv gestaltet werden.

Piero Ravera, Listenplatz 7

Nach meiner Ausbildung in Italien zum Diplom-Betriebswirt und einem zweijährigen Auslandaufenthalt in England bin ich nach Deutschland gekommen. In München habe ich eine Ausbildung als Übersetzer in den Sprachen Italienisch und Deutsch absolviert, um anschließend viele Jahre in der Industrie im Bereich internationales Marketing tätig zu sein. Bei meinem Antritt in das Rentenalter habe ich das Heilpraktiker-Erlaubnis mit Schwerpunkt Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) gemacht.

Ich bin mit einer Berlinerin verheiratet. Wir leben seit 10 Jahren sehr gerne in Wilhelmsfeld.

Zwischenmenschliche Beziehungen sind mir sehr wichtig und deswegen teile ich mein Hobby, das Kochen, mit Anderen, die seit Jahren meine Kochkurse an der VHS in Wilhelmsfeld besuchen. Andere Hobbies sind ein Gemüsegarten, aus dem wir fast das ganze Jahr Gemüse ernten, sowie Lesen und Musik hören.

In der Grünen-Initiative Wilhelmsfeld (GIW) habe ich seit meiner Ankunft Gleichgesinnte getroffen, Menschen, die ihre Umwelt schätzen und schützen wollen. Die Achtung vor der Natur in ihrer Vielfalt ist mir sehr wichtig. Nicht nur Insekten und Vögel brauchen intakte Lebensräume, d. h. eine Landschaft, die eine bunte Bandbreite an Pflanzen aufweist.

Zum anderen möchte ich mich einsetzen für ältere Mitbürger, damit sie die Möglichkeit haben, lange ein aktives und selbstbestimmtes Leben zu führen. Dazu gehört eine gute Infrastruktur: Einkaufsmöglichkeiten, Pflegeeinrichtungen, Vereine, VHS-Angebote, ein gesellschaftliches Leben, das die Menschen zusammenbringt und hoffentlich in einer nicht allzu fernen Zukunft ein Ortsbus, damit Unterdorf und Oberdorf sich näherkommen.

Daniel Herbold, Listenplatz 8

Ein wichtiger Faktor für Wilhelmsfeld (und der Grund, warum ich hierhergezogen bin) ist seine Nähe zur Natur. Daher ist es für mich wichtig, dass der Ort in seinem Zusammenspiel zwischen Wohn- und Verkehrsraum einerseits und umliegender Natur andererseits seinen Charakter bewahrt und notwendige Weiterentwicklungen den Schutz unserer unmittelbaren Umwelt berücksichtigen.

Mir liegt dieser ganz besondere Ort sehr am Herzen, in dem vieles lebt und gelebt wird, weil viele ehrenamtlich Aktive es am Leben halten. Dies zu unterstützen, ist mir ein besonderes Anliegen

Vor acht Jahren sind wir, meine Partnerin und ich, nach Wilhelmsfeld gezogen. Hier habe ich sofort die Ruhe, die Nähe zur Natur und die offenen, hilfsbereiten Nachbarn schätzen gelernt.

Ich bin 53 Jahre alt, in Heidelberg geboren und aufgewachsen. Meinem ersten Berufsabschluss zum Nachrichtengerätemechaniker, was die erste Stufe zum Elektroniker ist, folgte das Lehramtsstudium mit Abschluss zum 1. Staatsexamen für Realschule in Mathematik und Physik. Darauf aufbauend studierte ich Medienpädagogik und schloss mit Diplom ab. Das Studium finanzierte ich mir mit meinem Hobby, der Computerei – neudeutsch „IT“. Seitdem bin ich als IT-Dienstleister für kleine und mittelständige Unternehmen in der Region tätig. 2011 wurde ich ehrenamtlicher Prüfer für den Beruf Fachinformatiker bei der IHK Rhein-Neckar. Bis heute bilde ich auch Fachinformatiker aus. Ein weiteres berufliches Betätigungsfeld liegt im umweltanalytischen Bereich. Hier führe ich beispielsweise Messungen von kleinsten Vibrationen in Häusern oder von technisch erzeugten elektrischen und magnetischen Feldern durch, welche oft von der IT verursacht werden.

Besonders schön ist für mich als Selbständiger, dass mein Zuhause auch überwiegend mein Arbeitsort ist. So kann ich mir untertags auch mal kurz beim Gitarrespielen den Kopf freimachen oder mich bei meiner anderen Leidenschaft, dem High-End Hi-Fi, bei Musik entspannen. Nebenher beschäftige ich mich auch mit Elektronik und Astronomie.

In meiner Wahlheimat Wilhelmsfeld engagiere ich mich in der menschen- und naturverbundenen GIW und möchte gerne im Gemeinderat tätig sein. Wilhelmsfeld muss attraktiv für jeden, Jung und Alt, sein, um die Einwohnerzahl beizubehalten. Die hierzu notwendigen Entscheidungen müssen sozial gerecht sein und sinnvoll überlegt werden. Eine Erhöhung der Einwohnerzahlen würde langfristig mehr Geld durch z. B. Kindergartenplätze und Straßenbau benötigen, als dass es an Einnahmen einbringen würde. Weiterhin setze ich mich dafür ein, dass die Bürger transparent darüber informiert werden, welche Entscheidungen im Gemeinderat anstehen, um das Miteinander noch besser gemeinsam gestalten zu können.

Es gibt noch weitere offene Punkte, wie die Grundsteuerreform, die innerörtliche Mobilität oder Fragen zur Digitalisierung. Durch meine langjährige Erfahrung im IT-Bereich bin ich mit den schädlichen biologischen Effekten von Mikrowellen vertraut. Als Medienpädagoge sind mir die sozialen und kognitiven Nebenwirkungen der omnipräsenten Nutzung von mobilen Medien, wie z. B. Smartphones bekannt. Einen „vernünftigen“ Umgang mit digitalen Medien kann es im Kindes- und Jugendalter einfach nicht geben, sagt die Hirnforschung. Deshalb setze ich mich für einen bedachten und gesundheitsverträglichen Umgang mit den neuen Technologien ein. Der Ausbau von Hotspots im Bereich der Aufenthaltsorte von Kindern oder Jugendlichen ist kontraproduktiv für deren Entwicklung und das gemeinsame Miteinander. Beim Stichwort Digitalisierung dürfen wir nicht in Aktionismus verfallen. Das gilt ebenso für Schulen. So gab ein Gymnasium in unserer Nähe die von der Hopp-Stiftung überlassenen Tablets wieder zurück, weil die Lehrer keine Zeit für eine Einarbeitung in die Nutzung dieses Mediums haben und weil die Geräte durch die zwingende regelmäßige Wartung viel Zeit und Geld verschlingen. Zudem lassen Apps oder didaktische Inhalte, mit denen die Tablets sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden können, auf sich warten.

Für Wilhelmsfeld ist der Erhalt und der Ausbau von Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sehr wichtig, um die Wohnqualität zu erhalten. Das jüngste Beispiel wäre die drohende Schließung der Tankstelle und der entsprechenden Dienstleistungen, die viele zu schätzen gelernt haben. Die Gemeinde sollte in solchen Fällen aktiv Unterstützung leisten, z. B. beim Finden von Nachfolgern.

Nicht nur in Bezug auf diese Fragestellungen ist es mir wichtig, dass die Pros und Contras offengelegt und gleichberechtigt betrachtet werden. Auf dieser Basis entstehen Entscheidungen gemeinsam mit den Wilhelmsfeldern, die wir auch dauerhaft bejahen können.

Michaela Verres, Listenplatz 9

Geb.Jahr 1970. Verheiratet, Diplom-Sozialpädagogin im Gesundheitswesen. Seit 2001 lebe ich in Wilhelmsfeld. Meine Anliegen sind Naherholung, Naturerfahrung und das Leben im Einklang von Mensch und Natur.

Monika Rieger, Listenplatz 10

Geb.Jahr 1960. Querflötenlehrerin an den Musikschulen in Heidelberg und Weinheim. Mein soziales Engagement für Kinder und Jugendliche in meinem Beruf möchte ich ergänzen, indem ich mich in unserem Ort für ein gutes Leben im Alter einsetze. Ich wohne seit 22 Jahren hier, weil ich Ruhe und Natur gesucht habe. Umwelt und Naturschutz sind mir ein großes Anliegen.

Jonathan Thieme, Listenplatz 11

Geb.Jahr 1998, Rettungssanitäter. Umweltschutz muss global gedacht und lokal umgesetzt werden. Aus diesem Ansatz heraus muss kommunale Umweltpolitik gestaltet werden, damit unsere Lebensqualität hier in Wilhelmsfeld, aber auch überregional, bewahrt werden kann. Auch bei uns werden Entscheidungen von globaler Reichweite getroffen, jeder Einzelne hat Einfluss auf das zukünftige Erscheinungsbild unserer Erde. Deswegen brauchen wir eine verantwortungsvolle und zukunftsbewusste Politik, die nicht im Gestern verharrt, sondern sich auf den Weg macht, das Morgen und Übermorgen zu gestalten.

Ritta Retzlaff, Listenplatz 12

Geb.Jahr 1963. In Wilhelmsfeld geboren. Schwerpunkte: Öffentlicher Nahverkehr, Innerortsbus

Susanne Wallner, Listenplatz 13

Geb.Jahr 1982. Verheiratet, ein Kind. Studierte Japanologin und Kunsthistorikerin. Mein besonderes Interesse gilt der Förderung von kulturellen und umweltpädagogischen Projekten in Wilhelmsfeld. Eine besondere Unterstützung sollte hierbei den Ehrenamtlichen in unserer Gemeinde zukommen, die durch ihr vielfältiges Engagement zur Attraktivität unserer Gemeinde beitragen.

Ingrid Belle, Listenplatz 14

Geb.Jahr 1942, war Lehrerin, jetzt Rentnerin. Jahrelange Mitarbeit im „Alten Waschhaus“, besonders interessiert an sozialen Fragen sowie dem fairen Umgang miteinander.