Grünspecht (Picus viridis)

Grünspecht (Picus viridis), Männchen
(Foto: Jochen Schwarz, Wilhelmsfeld, Köhlerwaldweg, 22.11.2015)

Einer der lautstärksten Gartenvögel bei uns ist sicher der Grünspecht (Picus viridis). Seine markanten Reviergesänge, die wie ein lautes Lachen („kjü-kjü-kjü“) klingen, hat vermutlich jeder schon einmal gehört. Der Grünspecht ist ein Erdspecht, d.h. er sucht und findet seine Nahrung nicht wie etwa der Buntspecht an Baumstämmen, sondern zumeist auf Wiesen, Weiden und in Gärten, wo er in selbst gebohrten Löchern mit seiner ca. 10 cm langen Zunge Ameisen erbeutet. Der Grünspecht bleibt übrigens auch im Winter bei uns. Das bedeutet, dass er in dieser Jahreszeit wenn nötig auch unter dem Schnee seine Nahrung suchen muss, wie sich heute (22. November) schön beobachten ließ. Wenn möglich spart sich der Grünspecht das Anlegen eigener Bruthöhlen. Viel lieber nehmen sie die von anderen Spechten zurückgelassenen Höhlen in Beschlag. Ein enger Verwandter des Grünspechts ist der sehr ähnliche aber deutlich seltenere Grauspecht. Der kommt auch in Wilhelmsfeld vor. Wir werden ihn in einer späteren Folge an dieser Stelle vorstellen.

Veröffentlicht im Amtsblatt OVV Schönau, Nr. 48, 2015, S. 39