Eichhörnchen (Sciurus vulgaris)

Eichhörnchen (Sciurus vulgaris)

Eichhörnchen (Sciurus vulgaris)
(Foto: Jochen Schwarz, Wilhelmsfeld, Köhlerwaldweg, 10.03.2013)

Das neue Jahr beginnen wir in unserer Reihe zu den Naturschätzen im Steinachtal mit einem eher häufigen Tier. Das Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) hält jetzt im Januar eigentlich Winterruhe – keinen Winterschlaf, und übersteht so die kalte Jahreszeit mit stark eingeschränktem Energiebedarf. Bei der noch immer vergleichsweise milden Witterung dieses Winters können wir sie aber noch regelmäßig in unseren Gärten beobachten, wie sie sich mit reichlich von freundlichen Menschen ausgelegten Nüssen und mit Vogelfutter versorgen. Aber auch die im vergangenen Sommer und Herbst selbst vergrabenen Nüsse werden dann wieder ausgegraben. Die Nase der Eichhörnchen ist sehr empfindlich. Mit ihr können die Tiere ihre Nahrung noch tief unter dem Schnee riechen und dabei auch gleich prüfen, ob die Nuss überhaupt noch genießbar ist, oder ob sich das Ausgraben gar nicht mehr lohnt.

Eichhörnchen fressen im Frühjahr und Sommer aber auch gerne Eier und Jungvögel. Wer verhindern will, dass den Nagetieren auch die Brutvögel in den Nistkästen im eigenen Garten zum Opfer fallen, der leert und reinigt jetzt die Boxen. Dann bauen die Vögel ihr neues Nest zur Brutzeit nicht einfach auf das alte Nistmaterial oben drauf, wodurch Eier und Jungvögel gefährlich nah ans Flugloch gelangen und so von den Eichhörnchen leicht erreicht werden können.

Veröffentlicht im Amtsblatt OVV Schönau, Nr. 02, 2016, S. 44